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Implantierbare Defibrillatoren können vielen jungen Menschen das Leben retten
Implantierbare Defibrillatoren können vielen jungen Menschen das Leben retten Düsseldorf, 14. Februar 2000 – Eine Studie in der aktuellen Ausgabe des New England Journal of Medicine belegt die Wirksamkeit von implantierbaren Cardioverter-Defibrillatoren (ICDs) in der Prävention des plötzlichen Herztods bei Risikopatienten mit hypertropher Kardiomyopathie (HCM). Diese genetische Erkrankung, gekennzeichnet durch eine erhebliche Verdickung des Herzmuskels, ist die häufigste Ursache für den plötzlichen Herztod bei jungen Menschen. Innerhalb von nur drei Jahren erlitten nahezu 25 Prozent der 128 Probanden lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen und wären wahrscheinlich ohne die implantierten Defibrillatoren nicht mehr am Leben. Besonders alarmierend ist die Tatsache, daß ein Drittel der Betroffenen unter 30 Jahre alt war. Bei den restlichen 75 Prozent der Patienten, die an der Studie teilnahmen, besteht weiterhin ein hohes Risiko, daß auch sie einen plötzlichen Herztod erleiden. „Es ist tragisch, wenn Menschen am plötzlichen Herztod sterben, aber es ist besonders dramatisch, wenn es junge Leute betrifft,“ so Barry Maron, Managing Director der Minneapolis Heart Institute Foundation und Leiter der Studie. „Die Studie ist deshalb so bedeutsam, weil sie zeigt, daß der plötzliche Herztod bei diesen jungen Risikopatienten durch einen Defibrillator verhindert werden kann. Die ICD-Therapie kann einen lebenslangen Schutz gegen den plötzlichen Herztod für junge Patienten mit hypertropher Kardiomyopathie bieten.“ Der plötzliche Herztod ist ein plötzlich und unerwartet auftretendes Ereignis, bei dem es durch Herzrhythmusstörungen zu einem Stillstand des Herzkreislaufes kommt. Schätzungsweise 160.000 Deutsche leiden an einer HCM, wobei bei ca. 16.000 Betroffenen ein erhebliches Risiko eines plötzlichen Herztodes besteht. „Das Ergebnis der Studie ist eine gute Nachricht für HCM-Patienten, deren junges Leben hochgradig gefährdet ist,“ meint Steve Mahle, Leiter von Medtronics Abteilung Cardiac Rhythm Management. „Menschen, bei denen HCM diagnostiziert wurde, sollten dringend mit ihrem Arzt die Risiken des plötzlichen Herztods diskutieren und klären, ob sie Kandidaten für eine ICD-Therapie sind.“ Momentan gibt es keine Heilungsmöglichkeiten bei HCM. Da die Krankheit genetisch ist, sind oftmals mehrere Familienmitglieder betroffen. Bei Risiko-Patienten gibt es charakteristischerweise eine Familiengeschichte mit HCM und plötzlichem Herztod oder sie haben selbst einen früheren plötzlichen Herztod überlebt oder eine stark verdickte linke Herzkammer. Bei Verdacht auf HCM erfolgt die Bestätigung der Diagnose durch eine Ultraschalluntersuchung. Implantierbare Defibrillatoren, in der Größe eines kleinen Pagers, transportieren die Technologie externer Defibrillatoren in die Brust des Patienten. Nach Implantation überwacht der Defibrillator kontinuierlich den Herzrhythmus und setzt bei Störungen automatisch die elektrische Therapie in Gang, um die Herzfrequenz wieder zu normalisieren. Weitere Informationen über hypertrophe Kardiomyopathie gibt es im Internet unter . Medtronic Inc., mit Hauptsitz in Minneapolis, USA, ist das weltweit führende medizintechnische Unternehmen, das chronisch kranken Menschen lebenslange therapeutische Lösungen anbietet. Die Webseite des Unternehmens finden Sie unter www.medtronic.com . Weitere Informationen Medtronic GmbH Am Seestern 3 40547 Düsseldorf Tel.: 02 11/ 52 93-0 Fax: 02 11/ 52 93-100 e-mail: duesseldorf@medtronic.com
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